250 Menschen demonstrieren gegen Verdrängung

Mehr als 250 Menschen sind unserem Aufruf gefolgt und demonstrierten am vergangenen Samstag in Neukölln gegen Verdrängung und für sozial verträgliche Mieten in Berlin. Die Demo-Route verlief von Wildenbruchstraße, Weserstraße, Weichselstraße bis zum Rathaus Neukölln.

Mobilisiert hatte unsere Hausgemeinschaft Elbestraße Ecke Weigandufer. Der Grund: Unser Haus wurde verkauft und der neue Käufer steht dem Immobilienunternehmen Padovicz nahe, das für sein mieterfeindliches Vorgehen bekannt ist. Wir befürchten, dass Mieter*innen mittelfristig aufgrund von „Modernisierungsmaßnahmen“ ausziehen müssen.

Auf der Demo erhielten wir viel Zuspruch und solidarische Unterstützung. So zum Beispiel von der Hausgemeinschaft Amma 65 e.V., deren Haus ebenfalls verkauft wurde und uns von Anfang solidarisch bei Seite stand sowie von der Hausgemeinschaft Sanderstraße 11. Mit Redebeiträgen waren zudem vertreten Wilhelm Laumann vom Berliner Mieterverein sowie Katrin Schmidberger (Grüne), Sprecherin für Wohnen, Mieten und Tourismus im Berliner Abgeordnetenhaus und Carla Aßmann (die Linke), Sprecherin für Umwelt- und Naturschutz. Auch die Gruppe Padowatch hatte einen Redebeitrag vorbereitet, der vor unserem Haus vorgetragen wurde.

Die große Resonanz auf unseren Aufruf hat uns darin bestärkt, unser Engagement weiterzuführen, und alles dafür zu tun, dass das Vorkaufsrecht in unserem Fall ausgeübt werden kann. Großen Dank gilt außerdem dem Freundeskreis Videoclips, der uns mit Vorort-Berichterstattung unterstützt hat.

Die Videos zu den jeweiligen Redebeiträgen sind hier auf Twitter zu finden:
Julian (Amma 65 e.V), Wilhelm Laumann, Katrin Schmidberger

 

Aus der Presse:
Neues Deutschland (14.9.18): Vorkaufsrecht als Chance
BZ (15.9.18): 100 Neuköllner wollen ihr Zuhause nicht verlieren
Bild.de (16.9.18): Wir wollen unser Zuhause nicht verlieren
taz (17.9.18): Druck machen: Bezirk soll kaufen

 

Fotogalerie: